Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person

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An einer wenig befahren T-Kreuzung kam es zu einem Verkehrsunfall. Ein PKW hatte die Vorfahrt eines anderen mißachtet, war diesem in die Seite gefahren und schließlich in einem Graben zum Stehen gekommen.

Mit der Meldung über ein Verkehrsunfall mit zwei beteiligten PKW machten wir uns auf den Weg zur Einsatzstelle. Zur medizinischen Unterstützung waren zwei Rettungswagen und ein Notarzt alarmiert worden.

Auf dem Weg erführen wir, dass wir mit zwei Verletzen zu rechnen hatten – ohne jedoch weitere Informationen zu der Stärke der Verletzung und der weiteren Umstände vor Ort zu bekommen.

Gleichzeitig mit dem ersten Rettungswagen trafen wir an der Einsatzstelle ein. Die Lageerkundung zeigte die folgende Situation: Ein PKW stand in einem leicht abschüssigen Graben – der Fahrer klagte über Schmerzen im Bereich des Halses. Ein zweiter PKW stand im Kreuzungsbereich – der Fahrer war leicht eingeklemmt, blutete am Kopf und hatte starke Schmerzen im Bereich des Beckens, der Wirbelsäule und des Brustkorbs.

Nach Rücksprache mit dem eingetroffenen Notarzt wurden die ersten Maßnahmen der technischen Hilfe eingeleitet. Der PKW im Graben wurde gegen Abrutschen stabilisiert, der PKW im Kreuzungsbereich wurde ebenfalls stabilisiert und die verklemmte Beifahrertür mittels unseres Hydraulikgerätes geöffnet, um dem medizinischen Personal einen Zugang zum Verletzten zu ermöglichen.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurde das Dach des PKW im Kreuzungsbereich entfernt, um den Patienten möglichst schonend befreien zu können. Kurz bevor diese Rettungsmaßnahme stattfinden konnte, verschlechterte sich der Zustand des Patienten rapide und eine sogenannte Crashrettung musste eingeleitet werden. Dazu wurde die verklebte Fahrertür mit dem hydraulischen Gerät entfernt und der Patient für eine mögliche Reanimation umgehend aus dem Fahrzeug befreit.

Der Fahrer des Fahrzeuges im Graben wurde mit einem speziellen Korsett so stabilisiert, dass er patientenschonend und ohne weitere technische Maßnahmen aus seinem PKW gelangen konnte.

Nach der Beendung dieser gemeinsamen Übung mit der Sanitätsgruppe der DLRG Erwitte konnte eine positive Bilanz gezogen und die wenigen aufgefallen Fehler besprochen werden.

Aus organisatorischen Gründen konnten wir nur mit einem unserer Löschfahrzeuge üben. Wir waren positiv überrascht, wie gut man mit dem wenigen zur Verfügung stehenden Material und Improvisation ein solches Szenario „abarbeiten“ konnte.

Wir bedanken uns sehr herzlich beim Abschleppdienst Krüger für die Gestellung der PKW und die Nutzung des Firmengeländes, sowie der der DLRG Erwitte für die wieder einmal sehr gute Zusammenarbeit und die die Gestellung der beiden Miemen!