Dachstuhlbrand und Nachlöscharbeiten

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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurde der Löschzug Bad Westernkotten zusammen mit dem Zug Erwitte zu einem Dachstuhlbrand gerufen. Zusätzlich wurde die Drehleiter aus Geseke alarmiert; die Erwitter Drehleiter befindet sich zur Zeit in einer turnusgemäßen Wartung.

Bei unserem Eintreffen stand das komplette Dach des Hauptgebäudes eines ehemaligen, derzeit leerstehenden Nachtclubs im Vollbrand. Umgehend wurde mittels zweier Wasserwerfer und von der Drehleiter mit den Löscharbeiten begonnen und die Löschgruppen Völlinghausen und Stirpe zur Unterstützung nachalarmiert.

Die Problematik bei diesem Einsatz war die Löschwasserversorgung. Die meisten unserer Fahrzeuge haben zwar einen Wassertank; dieser hat bei Volllast jedoch nur einen Vorrat für wenige Minuten. Der nächstgelegene Hydrant befindet sich in rund einem Kilometer Entfernung – und benötigt werden bei einem solchen massiven Löschangriff mindestens 2 unabhängige Hydrantennetze.

Mit rund 3,5 km Schlauchleitung und mehreren angesetzten Pumpen (um den Druckverlust der langen Schlauchstrecke zu kompensieren) konnte eine unabhängige Wasserversorgung hergestellt werden.

Etwa 60 Minuten nach der Alarmierung war das Feuer unter Kontrolle und die weiteren Gebäudeteile gesichert, nach weiteren 90 Minuten konnten die Rückbaumaßnahmen beginnen und die ersten Einheiten wieder einrücken.

Wir blieben bis ca. 6:30 Uhr vor Ort und stellten die Nachlöscharbeiten im Zuge der sogenannten Brandwache sicher. Eine Stunde später war der vollständigen Rückbau sowie die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft abgeschlossen und auch die letzten Kräfte konnten nach Hause.

Nach ein wenig Schlaf trafen sich einige Kameraden für die Nachbereitung des Einsatzes. Die Arbeiten waren gerade beendet, als wir um 11:30 aufgrund einer starken Rauchentwicklung abermals an die Einsatzstelle alarmiert wurden.

Mit Hilfe der Drehleiter konnte bei Tageslicht gezielt nach Brandnestern gesucht und diese abgelöscht werden. Die Löschwasserversorgung wurde diesmal durch einen Pendelverkehr mit mehreren Löschfahrzeugen sichergestellt. Nach Rücksprache mit einem Fachkundigen wurde aus Sicherheitsgründen ein Schornstein sowie die obere Spitze eines Giebels entfernt.

Nach etwa 4 Stunden war auch der Folgeeinsatz mit der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft beendet.

Wir bedanken uns herzlich bei den Geseker Kameraden für die gute Zusammenarbeit und die Nutzung einiger Ihrer Einsatzfotos – sowie bei unseren Arbeitgebern für das Verständnis hinsichtlich unserer Abwesenheit!