Brand eines Mähdreschers – Löschwasserförderung über lange Wegstrecke

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Mitten auf einem Feld brannte ein Mähdrescher. Die Problematik dieses Einsatzes bestand darin, genügend Löschwasser zur Einsatzstelle zu bekommen, um den Brand zu löschen.

Wir halten zwar in unseren beiden Löschfahrzeugen rund 3.500 Liter Wasser vor; bei voller Leistung unserer Pumpen und der Nutzung des Wasserwerfers und entsprechend vielen Strahlrohre reicht dieser Vorrat jedoch nur etwa eine Minute aus.

Natürlich gibt es auch Löschfahrzeuge mit einem größeren Tankvolumen, die zur Hilfe herbeigezogen werden könnten – logistisch wäre dies bei den schmalen Feldwegen und der Lage der Einsatzstelle in einer Sackgasse nur unzureichend möglich gewesen. Und der nächstgelegene Hydrant war weit entfernt …

Somit war es notwendig, eine alternative Lösung für eine gesicherte Löschwasserversorgung zu finden; die Wasserentnahme aus einem nahegelegenen Bach schien die beste Variante zu sein.

Unser LF10 wurde so nah wie möglich an dem Bach geparkt, mit großen Saugschläuchen das Wasser entnommen und direkt weiter an unser LF20 gefördert, welches unmittelbar an der Einsatzstelle stand.

Glücklicherweise handelte es sich bei dem Mähdrescher nur um einen Strohballen und bei der beschriebenen Lage nur um eine Übung. Wir hatten somit die Möglichkeit, ein entsprechendes Szenario (welches sich vor rund 5 Jahren tatsächlich ereignete) und die notwendige Herangehensweise in Ruhe zu üben und unsere Technik bis ins Detail auszureizen.

Abschließend lässt sich sagen, dass wir eine konstante Löschwasserförderung von rund 1.100 Liter pro Minute herstellen konnten und somit wohl schnell Herr über eine entsprechende Lage geworden wären.