Atemschutz-Belastungsübung

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Jeder Feuerwehrangehörige, der eine Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger absolviert hat und Einsätze unter schwerem Atemschutz leisten soll, muss seine fachliche und körperliche Eignung fortwährend unter Beweis stellen.

Zum einen muss jährlich mindestens ein Einsatz oder eine Übung unter Atemschutz nachgewiesen werden.

Des weiteren muss, ebenfalls einmal im Jahr, die körperliche Belastungsfähigkeit auf einer Übungsstrecke festgestellt werden.

In der sogenannten Atemschutzstrecke wird, unter Einsatzbedingungen und mit voller Ausrüstung – also mit der kompletten Einsatzkleidung, Helm, Handschuhe, Stiefel, Pressluftflasche und Atemmaske – eine Art Fitnessparcours absolviert.

Man startet mit dem Erklimmen einer sogenannten Endlosleiter, gefolgt von einem Armtrainer.

Dann geht es in die eigentliche Strecke; einem engen Labyrinth, in dem man sich orientieren und den Weg durch Schikanen, Röhren, Auf- und Abstiegen finden muss. Der Raum ist beheizt, vernebelt und es werden Geräusche (wie zum Beispiel Schreie) eingespielt.

Nach der Absolvierung dieser Übung muss man noch auf einem Ergometer und einem Laufband beweisen, dass man auch eine ausreichende Kondition hat.

Nach etwa 15 bis 20 Minuten hat man alle Stationen durchlaufen und es wird überprüft, wie viel Pressluft man verbraucht hat. Generell gilt es  in einem Atemschutzeinsatz, dass mit der zur Verfügung stehenden Luft eine möglichst lange Dauer arbeiten kann. Reicht bei der Übung die zur Verfügung stehende Luft nicht, wird abgebrochen.

Erstmalig in diesem Jahr wurde während des kompletten Durchgangs der Puls der Teilnehmer überwacht. Überstieg dieser einen altersabhängigen Maximalwert, wurde ebenfalls abgebrochen.

Turnusgemäß ist die Übung für die Wehr Erwitte im Herbst vorgesehen. Im Rettungszentrum in Soest werden die Mitglieder der Löschzüge und -gruppen überprüft und bekommen das „Go“ für Ihre Atemschutztauglichkeit – oder auch die Bestätigung für eine fehlende Kondition. 🙂